Vision und Neu-Ausrichtung

Das Indische Kulturinstitut hat in den vergangenen Jahrzehnten viel geleistet, um seinem Ziel – dem besseren Verständnis zwischen Indern und Deutschen – näher zu kommen. Zugleich hat sich jedoch die Welt verändert und neue Bedingungen geschaffen, denen die Arbeit des Instituts Rechnung tragen muss. Genannt seien hier nur Globalisierung, Digitalisierung und Indiens Aufstieg zur Wirtschaftsmacht. Auch die indische Community in Deutschland hat sich verändert. Die jungen IT-Experten, die heute einen beträchtlichen Teil der Neuankömmlinge stellen und oftmals nur für eine begrenzte Zeit in Deutschland bleiben, sind bestens vernetzt und kaum in der Gefahr, einen „Kulturschock“ zu erleiden, wie er bei früheren indischen Immigranten-Gruppen oft genug vorkam.

Das Indische Kulturinstitut stellt sich diesen Herausforderungen und will deshalb moderner, jünger und dynamischer werden. Das neue Zukunftskonzept des indischen Kulturinstituts beruht auf drei Säulen:

1. Dialog

Zur Wissensvermittlung und zum Abbau von Vorurteilen soll schwerpunktmäßig das Mittel des Dialogs eingesetzt werden. Unterschiedliche Ansätze, Perspektiven und Überzeugungen kommen in den Veranstaltungen des Indischen Kulturinstituts zum Ausdruck. Das kann in einer einzigen Veranstaltung geschehen, z.B. in Form einer Talk-Show oder Podiumsdiskussion oder eines gemeinsamen Festes mit Teilnehmern aus der indischen Community und Frankfurtern deutscher oder anderer Herkunft. (Natürlich sind uns auch alle Indienbegeisterte ausserhalb Frankfurts herzlich willkommen.) Die Säule des Dialogs soll sich aber auch im Programm insgesamt ausdrücken, z.B. soll das Programm die Vielzahl von Religionen und Kulturen in Indien widerspiegeln, moderne, auch kontroverse Entwicklungen in Musik, Kunst und Literatur aufgreifen, kulturelle Besonderheiten unterschiedlicher sozialer Schichten deutlich machen und Widersprüche zwischen ihnen thematisieren.

2. Kommunikation

Besonders Gewicht liegt auf eine verbesserte Kommunikation, und zwar sowohl nach außen als auch vereinsintern.

3. Kooperation

Auf der Basis verbesserter Kommunikation werden Kooperationen angestrebt, durch die Kräfte gebündelt und Wirkungsmöglichkeiten optimiert. Insbesondere gilt dies für Kooperationen mit indischen und anderen relevanten Vereinen, Kooperationen mit Institutionen und offiziellen Stellen unter Wahrung der Unabhängigkeit des Instituts und für Kooperationen mit Schulen. Vereinsintern bedeutet dies erhöhte Kooperation zwischen den Vorstandsmitgliedern, zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern und unter den Mitgliedern untereinander.

Finanzierung: Das Indische Kulturinstitut, bisher aufgebaut auf eigenen Mitteln, will sich öffnen. Zukünftig werden auch Sponsoren und Investoren aus der Gesellschaft und Industrie zugelassen. Insbesondere freuen wir uns auf private Spenden. Mehr dazu finden Sie auf unserer Sponsorenseite.